Die AfD Westerwald hat Jan De Cotiis als Kandidaten für die Landratswahl am 16. August 2026 nominiert. Der 33-jährige Unternehmer aus Hof im Westerwald setzt laut Partei auf Haushalt, Kommunen, Ehrenamt und Mobilität.
Jan De Cotiis wird AfD-Landratskandidat im Westerwald
Die AfD Westerwald hat ihren Kandidaten für die Landratswahl benannt: Jan De Cotiis soll für die Partei am 16. August 2026 ins Rennen um das Landratsamt im Westerwaldkreis gehen. Das teilte der AfD-Kreisverband Westerwald in einer Pressemitteilung mit.
Nach Angaben der Partei wählten die Mitglieder De Cotiis am Dienstag, dem 9. Juni 2026, auf einer Wahlversammlung zum Landratskandidaten. De Cotiis ist laut AfD 33 Jahre alt, Unternehmer aus Hof im Westerwald, stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Westerwald, ehemaliger Soldat und Vater eines sechsjährigen Sohnes.
AfD setzt auf Haushalt und Kommunen
In seiner Bewerbungsrede stellte De Cotiis nach Parteiangaben mehrere Schwerpunkte vor. Im Mittelpunkt standen demnach eine „solide und verantwortungsvolle Haushaltspolitik“, die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, Unterstützung für Vereine und Ehrenamt sowie Verbesserungen bei Infrastruktur und Mobilität im ländlichen Raum.
„Verantwortungsvolle Politik bedeutet nicht, jeden Wunsch zu erfüllen, sondern mit den Geldern der Bürger sorgfältig und nachhaltig umzugehen“, wird De Cotiis in der Mitteilung zitiert.
Gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte sei ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern wichtiger denn je, heißt es weiter. Damit setzt die AfD früh auf ein Thema, das im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen dürfte: die Frage, was der Kreis leisten kann – und was nicht.
„Wer bestellt, der bezahlt“
Ein weiterer Schwerpunkt ist laut AfD die finanzielle Entlastung der Kommunen. De Cotiis verweist dabei auf das Konnexitätsprinzip. Sein Satz dazu: „Wer bestellt, der bezahlt.“ Wenn Bund oder Land neue Aufgaben an die Kommunen übertragen, müssten sie nach seiner Auffassung auch die finanziellen Mittel dafür bereitstellen.
Auch Vereine und Ehrenamt hebt De Cotiis in der Mitteilung hervor. Sie seien unverzichtbare Säulen des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Westerwald und bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen sowie politische Unterstützung.
Mobilität und Daseinsvorsorge im Fokus
Zudem will De Cotiis nach AfD-Angaben die Situation bei Mobilität und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum verbessern. Besonders ältere Menschen und Familien sollen leichter Zugang zu medizinischer Versorgung, Behörden und wichtigen Einrichtungen des täglichen Lebens bekommen.
De Cotiis erklärte laut Mitteilung, er wolle seine Erfahrungen als Unternehmer und seine Tätigkeit im politischen Umfeld auf Landesebene nutzen, um die Interessen des Westerwaldkreises gegenüber Land und Bund stärker zu vertreten.
„Ich kandidiere, weil ich überzeugt bin, dass unser Kreis eine Politik braucht, die Probleme offen anspricht, Verantwortung übernimmt und die Interessen der Bürger in den Mittelpunkt stellt“, wird De Cotiis abschließend zitiert.

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