Zerstörte Straße in Frickhofen (Dornburg) mit großen Schlaglöchern, Wasser in Fahrbahnschäden und abgesacktem Kanaldeckel; Schriftzug ‚Schlagloch-Republik Frickhofen, eigentlich ganz Dornburg


Wer Verantwortung trägt, wer schweigt und warum die Bürger am Ende die Rechnung zahlen.

Frickhofen. Wer hier unterwegs ist, braucht starke Stoßdämpfer – oder jede Menge Nerven. Schlaglöcher von mehreren Quadratmetern, abgesackte Kanaldeckel, fehlende Feinschicht, bis zu zehn Zentimeter tiefe Löcher, lose Teerbrocken am Fahrbahnrand, die hochgeschleudert Fahrzeuge oder Radfahrer treffen können.

Das ist kein „Winterproblem“ oder unvorhergesehener Schaden. Das ist das Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit.

Zuständigkeit? Klar, aber offensichtlich ignoriert.

Zuständig ist also nicht die Gemeinde, sondern Hessen Mobil, politisch geführt vom SPD-geführten Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum unter Kaweh Mansoori.

Jahre des Wegschauens

Schlaglöcher entstehen nicht plötzlich. Abgesackte Kanaldeckel, großflächig fehlende Feinschicht: das sind vernachlässigte Straßen, deren Reparatur seit Jahren verschoben wird.

SPD auf Landesebene: Investitionen und Prioritätenlisten werden immer wieder angekündigt. Doch während Ballungsräume glänzen, zerbröselt in Frickhofen der Asphalt. Verkehrssicherheit? Offensichtlich zweitrangig.

CDU auf kommunaler Ebene: Die Gemeinde kann Landesstraßen nicht direkt sanieren – korrekt. Aber sie kann Druck machen. Öffentlich. Laut. Kontinuierlich. Passiert das? Offenbar nicht ausreichend.

Verkehrssicherheit ist keine Parteifrage

Wenn Teerbrocken fliegen, Radfahrer um Schlaglöcher ausweichen müssen und Autos abrupt bremsen, entsteht echte Gefahr.
SPD kann sich nicht hinter Priorisierungslisten verstecken. CDU kann nicht dauerhaft auf „Landeszuständigkeit“ verweisen. Verantwortung liegt auf beiden Ebenen – und das seit Jahren.

Frickhofen als Spiegelbild der Missstände

Hier zeigt sich: Im ländlichen Raum wird oft repariert, wenn es kracht, nicht bevor es bricht. Und gerade hier ist Mobilität alternativlos: Kein ÖPNV‑Netz, keine Straßenbahn, kein 5-Minuten-Takt. Wer Infrastruktur vernachlässigt, trifft Familien, Pendler und Handwerker – also den Alltag der Menschen direkt.

Fazit

Die Schäden in Straßen sind sichtbar, spürbar und messbar. Verantwortung ist ebenfalls klar:

  • SPD Landesstraßen
  • CDU Kommunale Abschnitte & politischen Druck

Beide Ebenen haben jahrelang zugesehen, dass Straßen wie diese in Dornburg verfallen. Schlaglöcher sind keine Naturkatastrophe – sie sind das Resultat politischer Versäumnisse.

Hinweis: Dies ist Teil 1 der Serie „Schlaglochatlas“ von 2halb3. Wir berichten über die Straßenzustände im gesamten Westerwald. In den kommenden Beiträgen decken wir auf, wie es in weiteren Gemeinden aussieht, welche Gefahren für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bestehen und welche Politiker seit Jahren weghören statt handeln.

Quellenangabe:

Eigene Vor-Ort-Recherche von 2halb3 (Fotodokumentation und Straßenzustandsanalyse in Frickhofen, Gemeinde Dornburg, Februar 2026); Angaben zur Straßenbaulast gemäß Hessischem Straßengesetz (HStrG) und Zuständigkeitsregelungen von Hessen Mobil sowie der Gemeinde Dornburg.

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